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 {2er-RPG} °You Better Change!° {USUK}

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BeitragThema: {2er-RPG} °You Better Change!° {USUK}   Fr März 07, 2014 8:38 am


Mittlerweile waren sechs Tage vergangen, in denen nichts als eisige Funktstille zwischen beiden versteckten Passagieren geherrscht hatte. Es wurde bloß das nötigste miteinander gesprochen, wie zum Beispiel über das minimal gefundene Essen in einer der Kisten, was sie bloß durch Zufall entdeckt hatten. Allerdings hatte dieser zufällige Fund ihnen wahrscheinlich auch ihr Leben gerettet, denn sechs Tage ohne Essen hätten sie wohl kaum überlebt. Trotzdem war es nicht gerade köstlich gewesen Arthurs Meinung nach und am liebsten hätte er es bereits am ersten Tag ihres Fundes bereits alles wieder aus gespien. Da Alfred ihm aber eingetrichtert hatte das ihr Leben davon abhinge, hatte er es doch geschluckt, wenn auch nur wiederwillig. Es war wirklich zum verrückt werden. Nun aber schien das sechstägige Elend in dem Frachtschiff endlich ein Ende zu finden, jedenfalls kam es Arthur so vor. Er wachte nämlich an jenem sechsten Tag davon auf das plötzlich aufgebrachte Stimmen um sie herum zu hören waren. Ein ziemlich Wirrwarr an Stimmen, und somit konnte der junge König nichts wirklich wichtiges davon aufschnappen, aber das musste er auch gar nicht. Das Schiff schien angelegt zu haben, soweit konnte auch er denken. Und das war nicht gut! Wobei, einerseits schon, andererseits jedoch hatten sie es vielleicht viel zu spät gemerkt und würden nun eventuell jede Sekunde auffliegen. Arthur rappelte sich mühsam auf. Jedes Gelenk schmerzte ihm von dem harten, ungewohnten und extrem ungemütlichen Schlafplatz auf dem hölzernen Boden, doch das war grad die mindeste Sorge des jungen Königs. Viel zu aufgeregt war er wegen der geräuschvollen Kulisse die sich scheinbar draußen überhalb ihrer Köpfe am Deck bot. So schnell ihn seine Beine tragen konnten rannte Arthur in die andere Ecke des Schiffes in der Alfred lag und begann wild an seinem Arm zu rütteln. » Wacht auf! « zischte er ihm hektisch zu, während er den Arm in seinen Händen wieder losließ. » Ich glaube wir sind da! « Alfred ließ tatsächlich nicht all zu lang darauf warten sich ebenso wie Arthur selbst, aufzurappeln und sich um zu sehen. Ein Blick aus der kleinen Öffnung die wohl als Fenster dienen sollte, ließ die beiden untergetauchten Passagiere tatsächlich darauf schließen, das das Schiff am Hafen angekommen war. Arthur ließ den Blick am Schiff herunter gleiten in das tosende Wasser unter ihnen. » Und wie sollen wir verdammt noch mal jetzt hier herunter kommen? « zischte der blonde König seinem Nebenmann schnippisch zu. Jener schien daraufhin bloß kurz nachzudenken, ehe ihm schließlich die brennende Idee kam. Wieder einmal war Arthur allerdings alles andere als begeistert davon. Sie sollten sich in das dunkle, womöglich ziemlich tiefe Gewässer herabseilen lassen? Schlimmer konnte der Einfall seiner Meinung nach nicht sein. Aber es kam noch dicker. Da sie nichts hatten womit sich sich an der Schiffswand hätten herunterseilen können, mussten nun auch noch ihre zuvor in seinem Palast noch angezogenen Umhänge als Seil dran glauben. Arthur stieß einen deprimierten Seufzer aus, doch wieder einmal blieb ihm nichts übrig außer sich seinem Schicksal zu fügen und auf Alfred zu hören. Wiederwillig streifte er sich den schwarzen Umhang ab, der wirklich schon mal bessere Tage gesehen hatte und hielt ihn dem Blonden mit spitzen Fingern unter die Nase. » Nehmt es bevor ich es mir noch anders überlege. « meinte er in einem ebenso spitzen Ton und drehte sich empört über einen weiteren Verlust seines Reichtums, wenn es auch nur ein Umhang war, weg. Alfred schien sich derweil ebenso aus seinen Umhang zu schälen und begann die Stoffe so außeinander zu reißen, das er alle länglichen Stücke zu einem länglichen Stoffband- oder in diesem Falle Seil binden konnte. Nun musste er das eine Ende des Seiles nur noch aus dem kleinen Fenster werfen und das andere irgendwo hier im Schiff befestigen. Am besten natürlich ebenso nahe am Fenster gelegen, umso weiter würde jenes Seil eben ins Wasser reichen, und umso leiser würde ihr Aufprall ins Wasser sein. Arthur begutachtete sich die Arbeit seines Leibwächters mit gemischten Gefühlen, war aber am Ende doch froh das alles mehr oder weniger problemlos geklappt hatte und sie nun endlich von diesem Schiff fliehen konnten. Schließlich hatte er die ganze Zeit die Befürchtung gehabt es würde sie jede Sekunde jemand entdecken können und dann wäre es das mit ihnen gewesen. » Geht vor. « befahl der junge König seinem Begleiter, welcher seiner Aufforderung keine Sekunde später auch schon nachkam. Arthur beugte sich aus dem Fenster als jener an dem 'Stoffseil' hing und beobachtete wie der Blonde sich immer weiter Richtung der Wellen herabseilte. Dabei ließ er seinen Blick sowohl von dem jungen Mann als auch zu den zusammengeknoteten Stoffenden schweifen, aus Angst das diese jeden Moment ihre Stabilität verlieren könnten und Alfred somit ins Wasser herunter fallen würde. An sich nicht schlimm, da die Höhe nicht besonders besorgniserregend war, aber der Aufprall ins das Gewässer hätten die anderen Passagiere des Frachtschiffes wahrscheinlich auf alle Fälle mitbekommen und sie somit höchstwahrscheinlich auch entdeckt. Umso erleichterter war Arthur schließlich als Alfred endlich im Wasser angekommen war. Leichter machte es ihm die Entscheidung sich ebenfalls an dem Band herunterseilen zu lassen, allerdings nicht. Die Stimmen an Deck allerdings ließen jeden Zweifel auch genauso schnell wieder schwinden wie jene gekommen waren, und somit schlüpfte auch der junge König aus dem Fenster und klammerte sich mit beiden Händen an dem Seil fest, als hinge sein Leben davon ab. Der Wind blies ihm um die Ohren. Erst jetzt bemerkte er, wie kalt es eigentlich draußen geworden war. Nach den sechs Tagen in ein und demselben Raum des Schiffes hatte er dies beinahe schon wieder vergessen, auch wenn es natürlich trotzdem kalt gewesen war dank dem Fenster eben aus dem er sich gerade herunterbaumeln ließ. Die frische Luft tat dennoch gut, es gab einem das Gefühl wieder in Freiheit zu sein. Jetzt fehlte nur noch der feste Boden unter den Füßen, allerdings würde das noch eine Weile dauern, immerhin musste er erst einmal unbeschadet unten im Wasser ankommen. Arthur kletterte Stück für Stück herunter und es dauerte bei ihm wirklich um einiges länger als bei Alfred, der sich binnen weniger Sekunden bis nach unten gekämpft hatte. Fast unten angekommen allerdings, ließen plötzlich Arthurs Kräfte in den ohnehin schon geschwächten Händen nach und er fiel den letzten Meter. Zum Glück erzeugte dies aus der Höhe zwar keinen allzu großen Lärm, doch der Schock beim König war umso größer. Beim eintauchen ins Gewässer war das erste was ihm auffiel die plötzliche, eisige Kälte. Es war wirklich unerträglich. Dazu brannte das Salz des Wassers in seinen Augen, woraufhin er jene zukniff. Allerdings war das bei weitem nicht alles. Da Arthur noch nie zuvor in seinem Leben im Wasser, beziehungsweise Meer gewesen war, von einer warmen Wanne mal ganz abgesehen, denn die hatte er wirklich oft gehabt, wusste er natürlich auch nicht wie man schwamm. Wie zur Hölle hielt sein Begleiter sich nur so gut über Wasser?! Arthur tauchte kurz auf und begann wild mit den Armen um sich zu schlagen, doch egal was er versuchte, sein Körper schien wie eine Bleiente wieder untergehen zu wollen, was den jungen König langsam mit Panik erfüllte. Gott sei Dank schien Alfred seine Notlage noch rechtzeitig zu erkennen, denn alles was Arthur vor einem erneut ungewollten Tauchgang noch mitbekam waren dessen zwei starke Arme, die sich um ihn schlangen und ihn somit oberhalb der Wasseroberfläche hielten. Somit bekam er zwar immer noch dank der Wellen unendlich viel Wasser ins Gesicht, doch wenigstens war er über Wasser und konnte atmen. Da nun aber wieder das Adrenalin der Panik nachgelassen hatte, begann er auch wieder zu frieren und zitterte. Alfred nutzt die Gelegenheit dem König klar zu machen das jener sich an ihm fest klammern sollte, er würde ihn sicher bis ans Ufer bringen. Arthur tat wie ihm geheißen und keine zehn Minuten später waren sie auch endlich unbemerkt am besagten Ufer angekommen. Noch im flächerem Gewässer wieder, ließ Alfred ihn los und Arthur musste sich selbst ans Ufer schleppen. Mit letzten Kräften und vor Kälte zitterndem Körper ließen beide sich in den Sand fallen, wobei Arthur bloß auf allen vieren kniete. Er hätte heulen können. Einerseits war er froh unbeschadet von dem Schiff gekommen und endlich wieder am Land angekommen zu sein, andererseits war er mit seinen Kräften langsam wirklich vollends am Ende. Doch wieder einmal war sein blonder Leibwächter es, der sie zum weiter gehen animierte. Eine Zeit zum verschnaufen würde es erst geben können wenn sie in absoluter Sicherheit und außer Gefahr sein würden, und das waren sie hier nun mal nicht. Arthur hatte sich nur wiederwillig auf seine geschwächten Füße gestemmt und war dem Blonden wiederwillig gefolgt. Es gefiel ihm absolut nicht das jener nun den Ton angab, immerhin musste es normalerweise doch verkehrt herum ablaufen und er selbst würde eben den Ton angeben. Aber was war denn momentan noch normal? Seit Alfred des einen Nachts an seinem Bett gestanden hatte und sie Hals über Kopf geflüchtet waren, eigentlich gar nichts mehr, also was wunderte er sich überhaupt noch? Der Blonde führte Arthur über den Strand hinweg in Richtung des angrenzenden Waldes, da es laut seiner Meinung nach in der Stadt zu gefährlich für sie wäre. Immerhin bestand die Möglichkeit das man ihn erkennen würde da bereits eine Suchmeldung seinerseits ausgesetzt worden war. Arthur hatte daraufhin nur geschluckt. Er fand die Vorstellung einfach zu abstrakt. Wie konnte sich plötzlich alle Welt, selbst die über dem riesigen Ozean, wo auch immer sie sein mochten, gegen ihn verschworen haben? Dem jungen König war dies ein Rätsel, und so folgte er nur stumm seinem treuen Begleiter, der ihm kurz zuvor im Wasser wieder einmal das Leben gerettet hatte.

Eine Zeit lang waren sie nur durch das Gestrüpp, die vielen Büsche und Pflanzen und den Bäumen des Waldes umher geirrt und Arthur hatte sich wirklich mehr als einmal darüber beschwert das sie sich bloß im Kreise drehen würden, doch sein Leibwächter hatte nie den Mut aufgegeben und sie stets weiter voran angeführt, selbst dann, wo Arthurs Füße wieder einmal einfach nicht mehr wollten. Da jener allerdings nicht noch einmal auf die Hilfe des jüngeren hatte angewiesen sein wollen, hatte er diese auch stets nie beansprucht und abgelehnt, und sich weiter tapfer voran gekämpft. Irgendwann dann, es schienen Stunden vergangen zu sein, kamen die beiden immer noch pitschnass und mit kraftlosen, müden und vor Kälte zitternden Körpern an einem Holzhüttchen an. Es stand mitten im Wald und sah auch schon recht zerfallen aus, doch Alfreds Meinung nach war dies besser als gar nichts und in ihrer jetzigen Situation wirklich ein Segen. Arthur hatte da so seine Bedenken. Als sie eintraten bestätigten sich diese. » Das ist ja.. grausam! «, begann er und sah sich alles andere als begeistert in dem muffigen, kleinen Häusschen um. Eine kleine Kochstelle war in dem Raum wo man durch die quietschende Haustür rein kam, ein kleiner staubiger Kamin, und überall lag Heu auf dem Boden. Alles sah ziemlich dreckig, alt, morsch und verdorben aus. Und natürlich nicht im geringsten den Ansprüchen des Königs gemessen. » Hier werde ich nicht bleiben, nur über meine Leiche. « begann er knapp und hielt sich mit den zittrigen Händen die Arme. Allerdings wusste er bereits beim aussprechen jener Wörter, das ihm wohl oder übelst nichts anderes übrig bleiben würde als hier zu bleiben. Ein weiteres Fiasko in seinem mittlerweile recht übel verlaufendem Leben.  Und dabei hatte er es mal so perfekt! Arthur hätte heulen können, verkniff sich aber weiterhin jegliches zeigen von Schwäche gekonnt. Sein Stolz war immerhin alles was ihm noch geblieben war. Und nun sollte er nach allem was er die letzten vergangenen sechs Tage hatte durchmachen müssen, auch noch in dieser Bruchbude leben?! Es war doch wirklich zum verrückt werden! Langsam zweifelte der junge König wirklich daran ob die Idee abzuhauen wirklich besser gewesen war als sich dem womöglichen Tode gestellt zu haben. Immerhin wäre es ihm wenn er nun tot gewesen wäre, um einiges besser ergangen und ihm wären auch viele Demütigungen wie eben jenes Haus in dem er sich gerade befinden musste, erspart geblieben. Das und noch so vieles mehr.
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BeitragThema: Re: {2er-RPG} °You Better Change!° {USUK}   So März 30, 2014 7:09 am

Sechs Tage vergingen, und während diesen besagten Tagen wurden die beiden Flüchtlinge zum Glück nicht entdeckt- doch von Versöhnung nach der kleinen Meinungsverschiedenheit während der eben benannten Zeitspanne konnte nicht die Rede sein. Zwar hielten sie weiterhin zusammen, teilten sich das, was für ihr Überleben benötigt wurde- doch wirklich sprechen taten sie nicht miteinander. Um ihre Meinung einfach fallen zu lassen, waren beide Beteiligten anscheinend einfach viel zu stolz und verharrten stur auf ihre eigene Meinung. Der Blonde war gerade noch immer am friedlich am Schlafen, was mittlerweile selten vorkam, selbst wenn das Rauschen der Wellen die gegen den unteren Teil des Schiffes schlugen, und die sanfte Bewegung zu den Seiten, die einer Wiege beinahe schon haargenau glichen, wenn man nur auf sie achtete, -und dazu hatte Alfred in schlaflosen Nächten viel Zeit gehabt- eine sehr beruhigende Wirkung hatte. Doch der Frieden eines traumlosen Schlafes wahrt nicht ewig, denn da wurde er plötzlich am Arm gepackt, unsanft wach gerüttelt. Alfred blinzelte verwirrt und hörte gerade noch so, wie Arthur berichtete, dass sie wohl angekommen sein mussten. Die Neuigkeit war erfreulich- wenn auch gleichzeitig beängstigend, weshalb Alfred mit eher gemischten Gefühlen aufsprang und an eines der Fenster hechtete, wo er wie gebannt nach draußen starrte. Tatsächlich schienen sie da zu sein, was ebenso bedeutete dass sie sich sputen mussten. Es würde wohl nicht lange dauern bis die Besatzung des Frachtschiffes sich daran machen würden eben jene Fracht in das neue Land tragen zu wollen, und hier würden sie ohne den Schutz der Kisten den Blicken der Männer schutzlos ausgeliefert sein. Neben sich hörte der junge Mann gerade, wie der Ältere ihn um Rat fragte, woraufhin Ersterer jedoch erst einmal betreten schweigen musste. Ja, das war eine sehr gute Frage, wie sollten sie nun von dem Schiff herunter kommen, und das auch noch, ohne die Aufmerksamkeit der Besatzung auf sich zu ziehen? Plötzlich durchfuhr ihn ein Gedankenblitz, den er auch schon sofort mit leicht gedämpfter Stimme mitteilte. Wenn sie sich klug genug anstellen und sich leise und ungesehen ins Wasser abseilen lassen konnten, würden sie die restlichen Meter zum Ufer hoffentlich ebenso ungesehen schwimmen und waren damit einer erfolgreichen Flucht ein ganzes Stück näher gekommen. "Gebt mir Eure Kleidung, sodass ich ein Seil knoten kann", ordnete Alfred an und war bereits dabei, seinen eigenen Umhang auszuziehen. Am Deck wären sicherlich genug feste Seile gewesen, doch hier nun mal nicht, und da sie nicht einfach blind ins Wasser springen konnten -der Aufprall würde mit Sicherheit nicht unbemerkt bleiben- mussten sie nun einmal kreativ werden; oder eher, Alfred musste das. Um ehrlich zu sein hätte die Leibgarde nicht erwartet dass sein bereits ziemlich entehrter König hinterher doch so kooperativ agieren würde, und ohne auch nur irgendwelchen unsinnigen Protest seiner Anordnungen nachkam und diese ohne großem Knurren erfüllte. Vielleicht hatte er mittlerweile eingesehen dass er auf Alfred bauen musste, wenn sie überleben wollten? Al beschloss, dass es das Beste sein würde einfach nicht nach zu fragen, es erleichtert so hin zu nehmen wie es war und seinen eigenen Umhang mit dem Arthurs zu zerreißen und die einzelnen Stücke schließlich zu einem mehr oder wenig stabil wirkendem Seil zusammen zu knoten. Nachdem das nun lange Stoffseil fertig war, befestigte der Blonde das Seil mit einem Ende an einer Holzkante, die aus der Schiffswand leicht hervorragte, prüfte die Stabilität und warf das andere Ende schließlich aus dem kleinen Schiffsfenster, nachdem er sich nun sicher gewesen war, dass man unbesorgt daran herunterklettern konnte. Gerade wollte der Wächter den Mund öffnen um seinem König vorzuschlagen dass er vor gehen sollte, falls jemand plötzlich in die Kammer kommen würde, da Arthur sich ja nicht selbst verteidigen konnte, allerdings kam Letzerer ihm zuvor und forderte ihn dazu auf, als erstes hinunter zu steigen. Alfred zuckte kaum merklich mit den Schultern, was auf keinen Fall als ein Zeichen der Gleichgültigkeit verstanden werden sollte. Egal war es ihm nämlich natürlich nicht, doch er fand es klug einfach den Aufforderungen seines Vorstands nach zu gehen, anstatt ihm zu widersprechen und damit mal wieder eine unnötige Diskussion anzufangen, welche ihnen bloß Zeit kosten würde und sie damit das Risiko eingehen würden, entdeckt zu werden. So schwang sich der junge Mann aus dem Fenster mit festem Griff um den Stoff der ihn und damit auch sein Gewicht zuverlässig tragen sollte, und kletterte zügig, dennoch bedächtig darauf nicht zu hektisch zu werden, hinunter und ließ sich so geräuscharm wie es eben ging ins Wasser gleiten. Sofort sog sich die Kleidung Alfreds mit Wasser voll und durch den Wellenschlag waren nach kurzer Zeit auch sein Kopf und die Schultern nass. Durch den stetigen Wind wurde es ziemlich schnell recht kalt, auch das Wasser selbst war nicht gerade warm und die Kälte stach betäubend auf seinen Körper ein, je länger er in dem Gewässer blieb. Hoffentlich würde der König bloß nicht zu lange dort oben stehen und Konflikte mit sich selbst haben, schließlich hatten sie noch ein gutes Stück zu schwimmen, was Al durch einen flüchtigen Seitenblick erkennen konnte. Endlich hörte er wie der König anscheinend seine Unsicherheit überwunden hatte und nun an dem Seil herunter kletterte, was man -wenn auch nicht laut, zum Glück- an dem Knarren des Holzes der Schiffswand hören konnte. Alfred wartete mehr oder minder geduldig, dass er endlich hörte wie Arthur neben ihm ins Wasser gleitete, während er sein Kopf wieder in Richtung Ufer wandte, was er in einiger Entfernung von dem Punkt aus, in dem sie sich befanden, nur leicht verschwommen wahrnahm, was auch daran liegen konnte, dass hohe Wellen ihm manchmal mitsamt Wind ins Gesicht peitschten und ihm damit eine klare Sicht bei Zeiten einfach verwehrt blieb. Allerdings gesellte sich der Ältere anders zu dem jungen Mann ins Wasser als jener es erwartete hatte, denn dieser hörte bloß einen -Gott sei dank- nicht zu lauten Aufprall, anscheinend weil nicht mehr viel bis zur Wasseroberfläche gefehlt hatte; und als Alfred dann hektisch seinen Kopf wandte, war Arthur nicht zu sehen. Was tat der Kerl denn? Wieso war er untergetaucht? Alfred dachte sich erst einmal nichts dabei, bastelte sich bloß einen gut formulierten Vorwurf zusammen den er seinem König an dem Kopf verwerfen konnte, der natürlich dessen gefährlich unvorsichtiges Handeln thematisierte, allerdings merkte Al schnell, dass irgendetwas nicht stimmen konnte, als der Adlige länger unter Wasser blieb, als es üblich gewesen wäre. Die Vorahnung Alfred wurde bestätigt, als Arthur doch auftauchte- allerdings ziemlich hilflos mit den Armen und Beinen ruderte in der Verzweiflung sich irgendwie über Wasser halten zu können. Natürlich reagierte dessen Leibwächter sofort und griff ihm unter die Arme, um ihn aus der Gefahrenzone zu hieven. Aufgrund der nassen Kleidung beider, war der König natürlich zusätzliche Last für den jungen Mann, die er sich eigentlich erlauben durfte. Was tat man nicht alles um ein Leben zu schützen... "Haltet Euch gut an mir fest und lasst nicht los, bis ich es Euch erlaube! Ich werde versuchen uns zusammen ans Ufer zu bringen ohne abzusaufen..." Den letzten Teil hatte er natürlich geflüstert, im Groll darüber dass sein Begleiter ihm schon wieder zur Last fiel. Klar, irgendwie hätte es sich Alfred ja auch denken können. Wie würde ein Adliger, der die ganze Zeit nur faul auf seinem Thron saß, seine Diener sogar anordnete ihn anzuziehen und regelmäßig Leute hinrichten ließ, dazu kommen, schwimmen zu können? Doch Alfred hatte einfach nicht daran gedacht, dass diese Möglichkeit nun mal bestand. Er selbst konnte schließlich schwimmen, er konnte sich schleierhaft daran erinnern es öfter getan zu haben als er jung war, allerdings waren diese Erinnerungen viel zu verschwommen, um überhaupt für voll genommen zu werden, weshalb er Arthur sein fehlendes Können eigentlich nicht schlecht anrechnen konnte. Trotzdem- in ihrer momentanen Situation behinderte es einfach nur massiv und war auf keinen Fall produktiv für ihren Erfolg. Dafür hatte er selbst jedoch zumindest über die Tage genug Kraft gesammelt, was wenigstens bedeutete dass er sich nicht schneller als sonst überlastete.

Trotz endlos scheinender Entfernung -die sich hinterher doch als geringer herausstellte als erwartet- und der zusätzlichen Last eines zweiten Menschen, jener sich an ihn klammerte und ihm damit zusätzlich etwas die Bewegungsfreiheit erschwerte, gelang es Alfred tatsächlich, mit viel Durchhaltevermögen, sie beide sicher und gleichzeitig scheinbar unbemerkt ans unbekannte Ufer zu bringen. Sobald er das flache Gewässer erreicht hatte und der Meinung war, dass Arthur nun ohne Probleme stehen könne, ließ er ihn los und sorgte dafür, sich selbst an Land zu bringen, wo er sich für einen Moment hinsetzte und erst einmal wieder Atem und Kraft sammelte. Ihm war kalt, und die klatschnassen Klamotten klebten schlaff und ungemütlich eng an seinem Körper. Es war ihm eigentlich zuwider, nun aufzustehen und sich weiter voran zu kämpfen, von dem Dorf weg einfach ziellos umherstreifen, bis sie irgendetwas finden würden, doch hatten sie auch nur irgendeiner großartige Wahl? Es war zu gefährlich, sich nun völlig am Strand auszuruhen. Allzu weit weg vom Hafen des Dorfes waren sie nämlich nicht, denn in der Ferne konnte Alfred die Leute erkennen, die die Kisten nach und nach von dem Schiff abluden, sobald er seinen Hals reckte und mit vorgehaltener Hand entgegen dem Sonnenlicht blinzelte. Es war wohl bloß eine Frage von Minuten, bis irgendjemand das Stoffseil am Fenster im Frachtraum sehen und Alarm schlagen würde, und dann war es besser, wenn Arthur und er am besten schon über alle Berge waren. So richtete sich Alfred auf, zupfte etwas an seiner an ihm heftenden Kleidung und schaute zu seinem wohl ebenfalls erschöpften Begleiter herab. "Kommt. Wir müssen weiter. Es ist zu gefährlich die ganze Zeit hier zu verweilen, Ihr könnt Euch ausruhen wenn wir an einem sicheren Ort hocken", sprach er, wenn auch leicht nuschelnd und hatte sich bereits umgedreht und einen Marsch angetreten. Er hatte bis jetzt noch nicht die geringste Idee, wohin sie fliehen könnten. Im Dorf, beziehungsweise der Stadt, würden sie auf keinem Fall bleiben können. Es war einfach viel zu gefährlich, und selbst wenn sich Arthur stets verdeckt halten würde; irgendwann würde sicherlich irgendetwas schief laufen, und dann wären sie in der Stadt komplett eingekesselt. Also mussten sie einen besseren, abgelegenen Ort finden, wo sie bleiben könnten. In der Ferne sah Alfred, wie sich so langsam vor ihnen ein Wald aufbaute, nun da sie den Strand verlassen hatten, und steuerte nun auf diesen zu. Vielleicht hatten sie Glück und fanden irgendeinen Unterschlupf, wie eine Höhle oder irgendetwas in der Richtung, sodass sie zumindest vor Wind und Wetter geschützt waren.

Ziellos und langsam am Limit ihrer Kräfte streiften die beiden Flüchtlinge bereits seit einiger Zeit durch den Wald. Durch die geringen Sonnenstrahlen, die man aufgrund des dicht bewachsenen Waldes bloß gerade so abbekam dass der Wald erhellt wurde, waren ihre Klamotten noch immer klatschnass und mittlerweile auch schmutzig wegen dem Gestrüpp, durch das sie sich oft hatten schlagen müssen. Zum Glück hatte Alfred das Schwert mit, es bot nicht nur eine gute Gelegenheit um unüberwindbare Dornenbüsche zu zerschneiden, sondern es gab ihm auch das Gefühl, im Notfall abgesichert zu sein. Er merkte dass es seinem Begleiter immer schlechter ging. Ganz offensichtlich war er solchen Stresssituationen noch nie wirklich ausgesetzt gewesen, wodurch er nun ziemlich schnell einbrach und einfach nicht mehr wollte. Das spornte Alfred nur noch mehr an, ihn dazu zu animieren nicht aufzugeben und endlich irgendetwas zu finden, wenn es auch nur ein Erdloch war, in dem sie sich verstecken konnten, um erst einmal zur Ruhe zu kommen. Er hätte sich ja sogar dazu durchgedrungen trotz wieder gekehrter Erschöpfung ihn noch einmal zu tragen, zumindest ein Stück weit, sodass er sich für einen kurzen Moment ausruhen konnte, doch Arthur blieb stur und wehrte jegliches Angebot, ihm zu helfen, ab. Al wusste nicht was er davon halten sollte. Einerseits war es ja lobenswert, dass er versuchte weiter zu machen und über seine offensichtlich niedrig gelegten Grenzen schritt, denn das härtete ziemlich ab, aber andererseits...was, wenn er sich zu sehr trieb und hinterher einfach umkippen würde? Dann würde er sicherlich mehr zur Last fallen, als wenn er sich schon jetzt einfach helfen lassen würde. Doch Alfred sah sehr wohl ein dass er trotz Verbissenheit die er durchaus auch besaß wohl kaum irgendetwas an Arthurs Meinung ändern konnte. So wurde der Marsch weites gehend stumm fortgeführt, bis Alfred etwas zwischen den Blättern entdeckte. Neugierig ging er näher, und blieb schließlich begeistert stehen. Es war ein Haus! Gut versteckt zwischen den Blättern der Bäume. Ob wohl noch jemand darin lebte? Er lotste Arthur zu sich hin und öffnete die Tür- sie war leer und sah definitiv nicht bewohnt aus. Ein glücklicheren Zufall hätten sie sich wohl kaum erträumen können! Doch natürlich kam die Majestät nicht umhin, trotz allem zu meckern. Sicherlich, es war wirklich nicht gemütlich, die Hütte schaute aus als könne sie in jedem Moment zusammen fallen, doch zumindest würden sie ein Dach über dem Kopf haben, und das wäre es Alfred allemal wert. "Es ist zumindest besser als im Wald herum zu irren", meinte Alfred bloß schulterzuckend, und sah sich neugierig in der Hütte um. Dabei inspizierte er die alte Einrichtung und kam zu dem Entschluss, dass man sie wohl noch notdürftig benutzen sollte. Irgendwann sollte man ihr neues Zuhause aber sicherlich renovieren, spätestens bis zum nächsten Winter- wenn sie überhaupt solange hier bleiben, oder gar überleben würden, doch wie eigentlich immer war Alfred ziemlich guter Dinge. Trotzdem musste er sagen dass er bereits wieder recht genervt von der Art des Königs war. Er wandte nicht einmal seinen Kopf zu jenem, während er mit leicht spitzen Ton sprach: "Das lässt sich sicherlich einrichten, mein König. Lauft doch gleich in die Arme einer Wache von der Stadt, die wir vorhin sahen, diese wird Euch gewiss zu helfen wissen." Natürlich war kein Wort, das der junge Mann sprach, ernst gemeint, und trotzdem scheute er sich nicht davor, noch einmal den Mund auf zu machen, um dem König einen offensichtlichen Vorwurf zu machen. Er beschloss, seine Worte erst einmal wirken zu lassen und in der Zeit zu versuchen, ein Feuer anzuzünden, damit sie ihre Kleidung trocknen und sich aufwärmen konnten, denn nötig hatten es beide auf jeden Fall. Da auf dem Boden etwas Stroh herum lag -wahrscheinlich um Feuchtigkeit aufzufangen oder um ein bisschen Wärme zu speichern, von der nun verständlicherweise gar nichts mehr übrig war- griff Alfred kurzerhand ein kleines Häufchen und breitete es im Kamin aus. Er wollte zu den Holzscheiten greifen, die neben dem alten, staubigen Kamin lagen, doch sie waren nass von der Feuchtigkeit und generell viel zu morsch als dass sie vernünftig brennen würden. Nun war es wohl doch benötigt, sich an Arthur zu wenden, wenn auch nur widerwillig. "Ich hole neues Feuerholz. Ihr bleibt hier. Ich werde versuchen mich nicht allzu weit zu entfernen. Ruft mich bitte sofort, sobald irgendetwas nicht stimmen sollte. Ihr könnt ja nachsehen ob es hier irgendetwas nützliches gibt, oder irgendetwas, was man in der Stadt verkaufen könnte. Ich bin gleich zurück." Mit diesen Worten richtete sich Alfred auf, nickte Arthur noch einmal bedeutungsvoll zu und war schließlich aus der Tür getreten.

Tatsächlich hatte sich der junge Mann reichlich gesputet, um den König möglichst nicht warten zu lassen und sodass die Wahrscheinlichkeit abnahm, dass sie sich eine Erkältung einfingen. Denn so langsam war es wirklich von Nöten, dass sie sich trockneten und wärmten, immerhin würde sich ab jetzt kein privater Schlossarzt um jede Krankheit kümmern, und so war selbst eine einfache Erkältung trotz des relativ konstanten Wetters lebensgefährlich. Zum Glück lagen in dem Wald genug abgefallene Äste herum, die sich gut als Brennholz eignen würden, sodass Alfred mit vollen Armen zurückkehrte. Gleichzeitig hatte er die Gelegenheit genutzt, um sich im nahen Umfeld ihres neuen Zuhauses umzuschauen und sich gleichzeitig etwas zu entspannen, denn trotz leichter Bedrohlichkeit war  "Ich bin wieder da. Habt Ihr irgendetwas gefunden, Mylord?", fragte er sofort, als er zur morschen Tür herein kam und kniete sich sogleich vor den Kamin, um die gefundenen Äste in dessen Schlund zu werfen. Danach versuchte er, mit zwei spitzen Steinen funken zu erzeugen, und nahm schließlich auch zwei Stöcke her, doch beide Varianten funktionierten nicht gut, und so ließ Alfred leicht frustriert die Schultern hängen. "Verdammt...das Feuer will einfach nicht an gehen", murmelte Alfred und überlegte angestrengt, welche Möglichkeit es noch geben könnte, um ein Feuer entfachen zu können. Ihm fiel allerdings beim besten Willen nicht ein, was er noch ausprobieren könnte, und da er Arthur nicht zutraute dass dieser auch nur den Hauch einer Ahnung hatte wie man ohne praktischen Hilfsmitteln ein Feuer machte, besann er sich lieber darauf, weiterhin stur Stöcke aneinander zu reiben, in der Hoffnung irgendwann ein Ergebnis erzielen zu können. "Sobald ich es geschafft habe ein Feuer zu entfachen, müssen wir unsere nasse Kleidung ausziehen und sie vor dem Kamin ausbreiten, sodass sie trocknen können. Sonst holen wir uns noch womöglich den Tod", nuschelte der junge Mann beschäftigt und verlor mittlerweile trotzdem ein wenig den Mut daran, dass er es wohl schaffen würde den Kamin entfachen zu können. Die Stöcke wollten einfach nicht und die Steine sprühten ebenfalls keinen einzigen Funken. Mochte sein dass Alfred einfach aus der Übung gekommen war, doch in ihrer momentanen Notlage war ein Feuer unverzichtbar für ihr überleben.

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